Ehem. Zisterzienserkloster Walkenried, Niedersachsen


Dreißig Jahre nach der Gründung des Mutterklosters in Cîteaux stiftet Adelheid von Walkenried 1127 an der Wieda am südlichen Harzrand das dritte Zisterzienserkloster auf dem Boden der heutigen Bundesrepublik nach Kamp und Ebrach. 1129 treffen zwölf Mönche und ein Abt aus Kamp am Niederrhein in Walkenried ein. Bereits 1141 leben hier 60 Mönche. Die Brüder arbeiten an der Trockenlegung der sumpfigen Gegend, betreiben Berg- und Ackerbau. 1253 wird die romanische Klosterkirche abgebrochen. Der Bau der riesigen gotischen Kirche beginnt. 1290 wird der Bau geweiht. 1330 folgt die bis heute großenteils erhaltene Klausur. 1525 besetzen in den Bauernkriegen 800 Aufständische Walkenried und beschädigen die Kirche. Die Mönche fliehen. Der Rest wird 1546 protestantisch. 1593 wird Walkenried endgültig säkularisiert. 1648 wird der Konvent aufgehoben. Bis 1817 wird die Ruine als Steinbruch genutzt. Im 19. Jahrhundert folgen erste Renovierungen, ab 1977 wird das Gelände systematisch saniert. 1988 wird die Chorruine neu errichtet. Mitte 2006 eröffnet das neue Museum. Mit am besten erhalten ist der Kreuzgang, insbesondere der herrliche zweischiffige Nordflügel.

Aufnahmen: 3/2007, © Frank Vollmer


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