Dom Santa Maria Assunta, Siena, Toskana

Hoch über den Dächern der gotischen Metropole der Toskana, auf einem Hügel am höchsten Punkt der Stadt,
steht der Dom Santa Maria Assunta. Mit dem Bau wurde zwischen 1179 begonnen und war 1296 weitgehend fertiggestellt. Die aus schwarzem und weißem Marmor gebaute Kathedrale, ein Beispiel der gotischen Architektur Italiens, geht auf eine dreischiffige romanische Basilika zurück. Der untere Teil der schönen Marmorfassade stammt von Giovanni Pisano und entstand zwischen 1284-1299. Zwischen 1259-1264 konstruierten Mönche aus San Galgano die sechseckige unregelmäßige Domkuppel. Die Portale sind noch romanischen Ursprungs. Die beiden Strebetürme der Fassade sind jenen der Kathedrale Notre-Dame-la-Grande in Poiters nachempfunden. Am ostwärts abfallenden Gelände befindet sich das Baptisterium San Giovanni. Im Innern befindet sich ein mit Graffiti-Intarsien geschmückter Marmorfußboden, der in den Jahren 1369-1547 von Sienser Künstlern hergestellt wurde. Im Kirchenschiff befinden sich Büsten von 172 Päpsten und 30 Kaisern des Heiligen Römischen Reiches. 1339 wurde mit einer gewaltigen Erweiterung des Gebäudes begonnen, doch die Pest des Jahres 1348 verhinderte, daß der Bau fertiggestellt werden konnte. Dabei sollte das jetzt sichtbare Kirchenschiff nur noch als Querschiff einer viel größeren Kathedrale, dem "Duomo Nuovo" dienen. Die Ausmaße dieses Vorhabens sind noch heute über dem Eingang des Dommuseums sichtbar. (Bild 19)

Aufnahmen: 9/2007
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