Ehemalige Benediktiner-Abteikirche Saint-Denis, Île-de-France

Vor den Toren von Paris steht eine der berühmtesten Kirchen Frankreichs, die ehemalige Bediktinerabteikirche von Saint-Denis. Die Geschichte der Basilika geht bis ins 4 Jh. zurück, auf eine wenig bekannte Grabkapelle über dem Grab des heiligen Dionysius, Schutzpatron Frankreichs und erster Bischof von Paris. 625 ließ der Merowingerkönig Dagobert I. ein erstes Kloster errichten. Berühmt wurde die Kirche, als Abt Sugar ab 1130 den karolingischen Vorgängerbau mit einem ersten frühgotischen Westbau und einem Chorumgang durch Pierre de Montreuil umbauen ließ. Durch die Kombination von hochaufstrebenden Pfeilern, Kreuzrippengewölben und Spitzbögen schrieb Sugar Architekturgeschichte. Die später errichteten Kathedralen haben diesen Stil übernommen. Das Quer- und Langhaus sowie der Hochchor wurden erst später im hochgotischen Stil erneuert. In der Basilika haben viele Könige von Frankreich ihre letzte Ruhestätte: Clodwig I., Dagobert I., Karl Martell, Pippin der Kurze, Karl der Kahle, Ludwig XII., Franz I., Heinrich II., Ludwig XiV., Ludwig XV. und rund 800 weiteren Mitgliedern von Königshäusern. Während der Revolution wurden die Grablegen geplündert. Heute sind die Grablegen restauriert.


Aufnahmen: 09/2007, (C) Falk L. Tegtmeier
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