Ehemalige Kollegiatskirche Notre-Dame, Montréal, Burgund




In dem kleinen burgundischen Dorf Montréal steht ein "Wahres Juwel der Architektur", um es mit den Worten von Viollet le Duc zu sagen. Anseric III., ein Kreuzfahrer aus Montréal, begann mit dem Bau um 1170. Die Fertigstellung erfolgte im frühen 13. Jh. Der Bau stammt somit aus der Übergangszeit der späten Romanik zur frühen Gotik. Maurische Einflüße zeigt das Portal mit seinen Auszackungen. Auch sind dort noch die ursprünglichen schmiedeeisernen Angeln aus dem 12. Jh. vorhanden. Vier unterschiedliche Fensterrosen schmücken den kreuzförmigen, turmlosen Bau. Im Innern findet sich Chorgestühl aus dem 16. Jh. und ein aus England stammender Alabasteraltar aus dem 14. Jh. Das Chorgestühl wurde von den beiden Brüdern Rigolley aus Nuits-sur-Armançon um 1522 geschnitzt. Bis zur französischen Revolution unterstand die Kirche einem Kanonikerstift.


Aufnahmen: 4/2009, Quelle: Kirchenprospekt "Die Stiftskirche unerer Lieben Frau von Montreal"
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