Der Dom von Mailand, Lombardei


Der Mailänder Dom, Duomo di Santa Maria Nascente (Mariä Geburt) beeindruckt vor allem mit seiner Größe. Das wichtigste spätgotische Bauwerk Italiens ist von der Grundfläche her der drittgrößte Sakralbau, nach dem Petersdom und der Kathedrale von Sevilla. Ursprünglich befanden sich hier zwei Vorgängerbauten, die Kathedrale Santa Maria Maggiore und eine kleinere römische Basilika. Nach einem Einsturz eines Glockenturmes wurde auf Initiative des Mailänder Herzogs Gian Galeazzo Visconti (1341-1402) im Jahre 1386 mit dem Bau der jetzigen Kathedrale begonnen. Der Marmor für den Bau wurde über einen Kanal aus einer Grube am Lago Maggiore beigeschafft. Die Fassade wurde erst ab 1567 errichtet und vereint wegen der langen Bauzeit gotische, klassische und barocke Stile. Am Chor befinden sich hohe gotische Fenster, jedes ein Kunstwerk für sich (Bilder 12-15). Fast 4000 Statuen sind an Fassade und den Türmchen angebracht. Auf der Turmspitze des Vierungsturms befindet sich die größte, etwas über 4m hohe vergoldete Madonnenstatue, die "Madonnina". Das Dach besitzt eine begehbare Terasse, die über Treppen oder Fahrstuhl erreichbar ist. Von dort hat man einen guten Blick über Mailand bis hin zu den Alpen. Auf dem Domplatz befindet sich die Reiterstatue Vittorio Emanuele II. (Bild 1)

Aufnahmen: 5/2013
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