Die Kathedrale von Gloucester, England


Die Kathedrale von Gloucester geht auf eine normannische Abteikirche mit Grundsteinlegung im Jahre 1089 zurück, die auf den Fundamenten einer alten Klosteranlage von 681 entstand. 1327 wurde der ermordete König Eduard II. hier begraben. Ab 1330 wurde die Abteikirche zur gotischen Kathedrale umgebaut. Das Bauwerk in Gloucester überrascht im Innern mit einem speziellen gotischen Stil, dem "Perpendicular Style". Der für England typische Stil der Spätgotik betont senkrechte und waagrechte Linien, schmale Paneele bilden Gitterwerke, die Flächen überziehen. Im Falle von Gloucester wurden die noch vorhandenen romanischen Strukturen mit einem filigranen Netz überzogen. Besonders im Chor und beim Ostfenster sind diese Strukturen sichtbar. Das rießige Ostfenster mit einer Fläche von 185qm wurde durch diese Bauweise erst möglich. Es spendet der Kathedrale den erwünschten, lichtdurchfluteten Raum, genau so, wie es in der Gotik eigentlich erwünscht war. Unbedingt empfehlenswert ist ein Rundgang durch den wunderbaren Kreuzgang mit seinem beeindruckenden Fächergewölbe.

Aufnahmen: 7/2017, © Isolde Strauß
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