Frauenkirche Dresden, Sachsen

Die Dresdner Frauenkirche entstand im 18. Jh. nach einem Entwurf von George Bähr als Zentralbau mit oktogonalem Grundriss, der von einer Kuppel aus Sandstein bekrönt ist. Vorgängerbauten der Bähr'schen Frauenkirche gehen bis auf das 11. Jh. zurück. Zweihundert Jahre prägte der berühmte Kuppelbau die Stadtsilhouette Dresdens. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde jedoch die Kirche durch Luftangriffe in der Nacht vom 13./14. Februar 1945 schwer beschädigt und stürzte am nächsten Morgen zusammen. Ihre Ruine verblieb als Mahnmal im Herzen der Stadt.

Ausläuten der
Friedensglocke
Eine 1989 gegründete Bürgerbewegung trat 1990 mit dem "Ruf aus Dresden" in die Öffentlichkeit, der zum Ziel hatte, aus der Ruine die Frauenkirche wiedererstehen zu lassen. Ab 1994 begann dann der überwiegend durch Spenden finanzierte Wiederaufbau, der am 30. Oktober 2005 durch die feierliche Einweihung seinen Abschluß fand. Baumeister der "neuen" Frauenkirche war Eberhard Burger, heute Ehrenbürger der Stadt Dresden. Die auf Bild 11 abgebildete Turmspitze ist eine Spende der "Dresden Trust", einer britischen Spendervereinigung. Das Turmkreuz wurde von dem Londoner Kunstschmied Alan Smith geschaffen, einem Sohn einer der britischen Piloten, die Dresden bombardiert hatten. Die Glockengießerei Bachert aus Karlsruhe lieferte sieben neue Glocken für die Frauenkirche. Zu hören ist hier die in d¹ gestimmte, 1750 kg schwere Friedensglocke.


Aufnahmen: 7/2010
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