Kathedrale Saint-Bénigne, Dijon


Eine Grabkapelle auf einem gallo-römischen Friedhof aus dem 6.Jh. war die Keimzelle einer Abteikirche eines Benediktinerklosters. Im Jahre 1001 ließ der Kluniazenserabt Wilhelm von Volpiano auf den Resten dieser Vorgängerkirche eine neue romanische Basilika mit einer angeschlossenen Rotunde erbauen. Dabei war ein direkter Zugang von der Rotunde zur Basilika möglich. 1280 stürzte jedoch die Basilika ein und wurde in der Folgezeit durch den heutigen gotischen Bau ersetzt. Die beiden Obergeschosse der 1018 geweihten Rotunde wurden erst während der französischen Revolution zerstört. Der untere Teil wurde zugeschüttet und vergessen. Erst 1860 wurde der untere Teil wieder ausgegraben. Die Rotunde ist sehr groß und besteht aus drei Säulenreihen mit 8, 16 und 24 Säulen. Im Jahre 1801 wurde die Kirche zur Kathedrale erhoben, nachdem Dijon im Jahre 1731 zum Bistum wurde. Unter dem heutigen Kirchenschiff befindet sich noch ein großer unbekannter Teil der Krypta, wie Probegrabungen ergeben haben. Der Innerraum der Kirche ist in einem schlichten gotischen Stil gehalten.

Aufnahmen: 5/2002 & 4/2009
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